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Informationen

Schulung Nein heißt Nein

Frauenzentrum Bad Honnef schult gegen sexualisierte Gewalt 

Am Donnerstag, den 14. November 2019 fand im Frauenzentrum Bad Honnef die erste Schulung zur Rhein-Sieg-Kreis weiten Kampagne „Nein heißt Nein – gemeinsam gegen sexualisierte Gewalt im öffentlichen Raum statt. Das Frauenzentrum hatte mit der finanziellen Unterstützung des Aalkönig Komitees zu dieser kostenfreien Schulung eingeladen. Leider zeigte die Einladung wenig Resonanz in der Bad Honnefer und Königswinterer Karnevalslandschaft, dabei sind die Mitarbeiterinnen des Frauenzentrums davon überzeugt, dass noch dringender Handlungsbedarf besteht:

„Zwei von drei Frauen in Deutschland erleben sexualisierte Gewalt. Gerade im Karneval hören wir immer wieder von Frauen, die beim Feiern schlechte Erfahrungen gemacht haben, das beginnt bei unangemessenen Kommentaren zu ihrem Aussehen, ungewollten Berührungen bis hin zu schweren sexuellen Übergriffen. Wir können Mädchen und Frauen mit diesem Thema nicht allein lassen!“ sagt Julia Haubs, Mitarbeiterin des Frauenzentrums Bad Honnef.

Umso mehr freuten sich die Mitarbeiterinnen des Frauenzentrums, dass der Schatzmeister der Strücher Karnevalsgesellschaft e.V., Helmut Voigt, sich auf die Fahnen geschrieben hat, beim Rosenmontagszug und den darauf folgenden Karnevalsausklang in Thomasberg ein sichtbares Zeichen gegen sexualisierte Gewalt zu setzen. Gemeinsam mit seiner Frau informierte sich der Karnvelist über sexualisiere Gewalt und ihre Formen und lernte Handlungsstrategien und Tipps gegen übergriffiges Verhalten auf Veranstaltungen kennen. Außerdem nahm Voigt Plakate und Bierdeckel mit nach Thomasberg, so dass dort am Rosenmontag für alle Jecken gut sichtbar zu lesen sein wird: „Nein heißt Nein – wir haben keine Toleranz bei sexuellen Übergriffen!“  

Ein weiterer Schulungstermin im Frauenzentrum ist am Donnerstag, den 5. Dezember 2019 von 18:00 bis 19:30. Anmeldung ist noch möglich im Frauenzentrum Bad Honnef unter 02224-10548 oder info@frauenzentrum-badhonnef.de. Dort können auch Kampagnenmaterialien bestellt und weitere Schulungstermine erfragt werden

Stalking

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„Stalking“ bezeichnet ein willentliches, fortgesetztes und beharrliches Verfolgen und Belästigen einer anderen Person über einen längeren Zeitraum.

Frauen sind deutlich häufiger von Stalking betroffen als Männer. Die Täter sind den Betroffenen in der Mehrzahl bekannt. Häufig sind es zurückgewiesene Männer, Ex-Partner oder Ex-Ehemänner, die die Zurückweisung oder Trennung nicht akzeptieren.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik von 2017 belegt: Bei Stalking durch den Partner oder Ex-Partner sind rund 90% der Opfer weiblich.

 

 

 

Stalking-Handlungen können sein:

flash icon wiederholte Telefonanrufe zu jeder Tages- und Nachtzeit, Nachrichten auf dem Anrufbeantworter/der Mailbox
flash icon häufige Präsenz des Verfolgers vor Wohnung, Arbeitsstelle, im Supermarkt
flash icon massenhaftes Zusenden von Briefen, E-Mails und SMS, Chat-Nachrichten
flash icon Verfolgen bei täglichen Wegen
flash icon unerwünschte Geschenke
flash icon Waren- und Annoncenbestellungen auf den Namen der Betroffenen
flash icon Ausspionieren des Tagesablaufs, des sozialen Umfelds und persönlicher Daten
flash icon Sachbeschädigungen, z.B. an der Tür, am Auto, im Garten usw.
flash icon Einbruch
flash icon permanentes Kontaktieren auf sozialen Netzwerken, z.B. Facebook oder WhatsApp
flash icon Verleumdung im Internet, an der Arbeitsstelle
flash icon Veröffentlichung privater Informationen über eine Person gegen deren Willen (z.B. Onlinestellen privater Fotos)

Digitale Gewalt

Digitale Medien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Gerade Jugendliche und junge Erwachsene sind mit Smartphone und Tablet rund um die Uhr online.
Surfen, recherchieren, fotografieren, filmen, posten und chatten – das Internet bietet vielfältige Möglichkeiten, zu kommunizieren und sich zu präsentieren.
Genauso groß sind aber auch die Möglichkeiten des Missbrauchs digitaler Medien und der digitalen Gewalt. TäterInnen haben im Internet, v.a. durch die Anonymität und die zahlreichen Kanäle, ein leichtes Spiel.
Peinliche Bilder, Beleidigungen, Bedrohungen oder Lügen können mit wenigen Klicks verbreitet werden und erreichen eine unüberschaubare Öffentlichkeit. Und: Das Internet vergisst nichts.
Cybermobbing, Grooming, Sextortion, Cyberstalking, Hate Speech und andere Gewaltformen gehören inzwischen zum digitalen Alltag. Aktuelle Studien zeigen: Frauen und Mädchen sind davon in besonders hohem Maße betroffen. Digitale Gewalt gegen Mädchen und Frauen kennt viele Formen und Kanäle. In der Regel handelt es sich um Straftatbestände, gegen die gezielt vorgegangen werden sollte.
Wenn Sie Fragen rund um das Thema digitale Gewalt haben, selbst betroffen sind oder wenn Sie Interesse an einer Informationsveranstaltung haben, sprechen Sie uns gerne an.